Gottes Spuren

Ab heute
will ich dich
nicht mehr
in die undichten Ritzen
meines Lebens quetschen,
Fensterkitt,
damit der Sturm nicht
meine Behaglichkeit stört,
ich mich mit verschränkten Armen
zurücklehnen und mit lässiger Kopfbewegung
in deine Richtung weisen kann,
wenn irgendwo ein verheerender Sturm tobt.
Ab heute
will ich mich
damit zufrieden geben,
nur noch bedächtig
deiner bedenklichen Spur zu folgen,
auch wenn dann mein wohliges Weltbild
aus den Fugen bricht
und keiner mehr da ist,
dem ich die Schuld geben könnte.
Ab heute
will ich
deiner Spur verfolgen,
wie du sie setzt,
auch wenn du
ganz und gar nicht
spurst.